Endometriose – was hilft wirklich?

Leider ist gegen Endometriose kein Kraut gewachsen

Leider ist gegen Endometriose kein Kraut gewachsen. Denn sie ist eine Krankheit, deren Ursache noch nicht ausreichend erforscht ist und es gibt auch kein Allheilmittel dafür. Was du aber trotzdem tun kannst, um besser mit der Krankheit umzugehen und deine Lebensqualität zu steigern, erfährst du in diesem Artikel.

Endometriose – eine vielschichtige Krankheit

Endometriose ist eine Erkrankung, bei der die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) außerhalb der Gebärmutter wächst. Sie setzt sich an Organen wie Eierstöcke, Eileiter, Blase oder Nieren fest und blutet direkt in das umliegende Gewebe. Das führt zu massiven Reaktionen des Körpers und besonders heftigen Schmerzen während der Periode, aber auch Bauchschmerzen außerhalb der Regel. Endometriose kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen.

Durch die Schmerzen ziehen sich betroffene Frauen oft immer mehr zurück, fühlen sich hilflos, wütend, niedergeschlagen und kraftlos. Wenn es durch die Endometriose schwierig wird, schwanger zu werden, ist der Leidensdruck noch größer. Oft vergehen viele Jahre, bis die Endometriose überhaupt diagnostiziert wird. Das berufliche Umfeld bringt leider nicht immer das nötige Verständnis für die Symptome auf, und auch die Partnerschaft kann darunter leiden.

Was hilft bei Endometriose?

Ob du wirklich Endometriose hast, solltest du auf alle Fälle schulmedizinisch abklären lassen. So weißt du, ob akuter schulmedizinischer Handlungsbedarf besteht. Wenn Organe durch Verwachsungen oder Herde in ihrer Funktion beeinträchtigt sind, dann können sie operativ entfernt oder medikamentös behandelt werden. Eine schulmedizinische Abklärung und/oder Therapie ist auf jeden Fall unabdingbar!

Suche dir Unterstützung durch eine(n) Endometriose-Spezialist(in). Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass oft Jahre vergehen können, bis die Krankheit diagnostiziert wird, da einigen FrauenärztInnen das entsprechende Fachwissen fehlt. Wichtig ist, dass du dir eine(n) Arzt/eine Ärztin suchst, der du vertraust und der/die am besten gleich auf dem Ultraschall erkennen kann, ob Endometriose-Herde vorhanden sind. Ebenso sollte deine Gynäkologin dich unbedingt ernst nehmen und die starken Regelschmerzen nicht als “normal” abtun.

Abgesehen davon gibt es viele Dinge, die du selbst tun kannst, um gut mit der Endometriose zu leben oder womöglich gar keine Beschwerden zu haben:

  • Ernährung:
    Die Ernährung bei Endometriose sollte vor allem entzündungshemmend wirken. Viele dieser entzündungshemmenden Stoffe befinden sich in Gemüse. Tiermilchprodukte fördern angeblich die Entstehung von Zysten. Eventuell lässt du noch am besten die Unverträglichkeiten checken. Es kann sein, dass Endometriose mit Nahrungsunverträglichkeiten einhergeht.
  • Vitamine und Mineralstoffe:
    Es gibt einige Vitamine und Mineralstoffe, die bei Endometriose unterstützend wirken. Zink ist entzündungshemmend, ebenso Vitamin D. Das brauchen die meisten in unseren Breitengraden, vor allem im Winter.
  • Stressmanagement:
    Stress übersäuert den Körper und fördert so Entzündungen. Meditation, Ankertechnik, Evtl Perfektionismus ablegen (haben viele Frauen mit Endo), etc. Da gibt es ganz viele Möglichkeiten.
  • Bewegung:
    Bewegung baut Stress ab und sorgt laut TCM (traditioneller chinesischer Medizin) für freien Energiefluss. Leichte Dehnungsübungen können bei akuten Schmerzzuständen helfen. Körpertherapien sollen auch gut bei Endometriose helfen, wie z.B. Grinberg oder die Methode Wildwuchs, oder Yoga.
  • Selbsthilfe lernen:
    Es gibt eine Reihe von Übungen, mit denen du dir selbst helfen kannst, wie z.B. Visualisierungen aus dem Mentaltraining, Akupressur, Fingerströmen oder Qi Gong.
  • Unterstützung suchen:
    Neben einem Gynäkologen oder einer Gynäkologin kannst du dir Unterstützung aus anderen Bereichen holen, wie z.B. TCM, Yoga, Kinesiologie oder Coaching.
  • Informationen einholen:
    Informiere dich gut über die Krankheit und ihre Behandlung, z.B. bei der Endometriose Vereinigung Austria.

Schulmedizin und alternative Methoden

Die Schulmedizin kann durch eine Operation, bei der die Endometriose-Herde entfernt werden, oft den entscheidenden Unterschied machen. Ebenso können Hormone gegeben werden, die die Beschwerden lindern. Abgesehen davon kannst du selbst etwas dazu tun, dass es dir besser geht. Auch nach einer Operation kannst du dir zum Beispiel Unterstützung von Alternativ-MedizinerInnen und Coaches (z.B. für Ernährung, Stressmanagement, etc) holen, um der Entstehung von neuen Endometriose-Herden vorzubeugen.

Starte am besten damit, was dir am leichtesten fällt. Dann hast du womöglich gleich ein Erfolgserlebnis und bist motivierter weiter zu gehen! Das kann die Ernährung sein, oder Bewegung oder Stressmanagement. Vieles gilt es auch einfach auszuprobieren und zu schauen, was dir gut tut – mit mehreren Methoden oder einer bestimmten, die dir besonders liegt oder gut gefällt kannst du darauf hinsteuern, dauerhaft deine Lebensqualität zu steigern.

Mag. Natalie Eichinger

Psychologische Beraterin

Ich unterstütze meine KlientInnen dabei, in schwierigen Lebenssituationen Mut zu fassen und wieder Kraft zu tanken. Dabei arbeite ich mit nachhaltigen und sanften, aber sehr effektiven Methoden. Die Beratungen zielen darauf ab, das Handlungsspektrum zu erweitern, Veränderungsprozesse anzustoßen und das Wohlbefinden zu steigern. Wie schön, wenn ich auch dich ein Stück deines Weges begleiten darf!

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